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Die Operationsverfahren
Die Form der weiblichen Brust wird durch die Größe der Brustdrüse,
welche die Funktion der Milchproduktion nach erfolgreicher
Schwangerschaft besitzt, und durch das der Drüse aufsitzende
Fettgewebe bestimmt. Eine Schicht mit lockerem Gewebe trennt die
Drüse vom darunter liegenden Brustmuskel. Dieser Brustmuskel
wiederum liegt den knöchernen und bindegewebigen Strukturen des
Brustkorbes auf.
Bei übergroßen und somit zu schweren Brüsten bzw. beim Nachlassen
der Hautfestigkeit auch schon bei kleinerer Brustdrüse kommt es
zum Absinken des Brustvolumens, wobei in zunehmenden Stadien
zusätzlich der Brustwarzen/Warzenvorhofkomplex sinkt und somit
einen zu großen Abstand vom oberen Brustansatz besitzt.
Die operativen Verfahren haben sich in den letzten Jahrzehnten
verändert, verfeinert und gipfeln letztlich in Techniken mit
minimalen Narben. Es muss jedoch betont werden, dass nicht bei
jeder Patientin ein Verfahren mit minimaler Narbenlänge angewandt
werden kann. Die gewählte Schnittführung ist abhängig von der
Brustgröße, der Wunschgröße, der Beschaffenheit des
Hautweichteilmantels sowie der Versiertheit des Operateurs.
Wir bieten Verfahren an, bei denen Narben zirkulär um den
Warzenvorhof, von diesem senkrecht in die Brustumschlagsfalte und
in dieser anschließend über eine kurze Strecke in seitwärtiger
Richtung verlaufen. Es werden somit störende Narben im Bereich der
Achselhöhle und im Decolletébereich vermieden.
Bei nicht zu übergroßem Brustvolumen sind Verfahren möglich,
welche die Stillfähigkeit erhalten. In den anderen Fällen
empfehlen wir zur Minimierung des Risikos von
Durchblutungsstörungen im Bereich des Brustwarzen-/Vorhofkomplexes
eine alternative Technik.
Im Rahmen der Brustverkleinerungsoperationen wird entsprechend der
angewandten Methode Drüsengewebe der unteren Anteile oder
tangential entfernt. Nach der Neupositionierung des verbleibenden
Drüsengewebes erfolgt die Entfernung des überschüssigen
Hautweichteilmantels.
Erfolgsaussichten
Bei entsprechender Indikation und der Anwendung des auf Sie
abgestimmten Operationsverfahrens erhält Ihre Brust nach dem
sorgfältigen operativen Eingriff eine schöne, volle, natürliche
und auf Ihr äußeres Erscheinungsbild abgestimmte Form.
Der operative Eingriff
Der in schonender Allgemeinanästhesie durchgeführte Eingriff
dauert ca. zwei bis vier Stunden. Hierbei wird nach der
ausgiebigen Desinfektion über den vorher mit Ihnen besprochenen
kleinstmöglichen Hautschnitt das Brustdrüsengewebe freigelegt, die
überschüssigen Drüsenanteile entfernt, die Drüse kopfwärts in
regelrechte Position verlagert und der nun zu große
Hautweichteilmantel reduziert. Um die Ansammlung von Blut und
Wundwasser im Wundbezirk zu vermeiden, werden Silikonschläuche
eingelegt, die das Sekret nach außen befördern. Die Entfernung
dieser Drainagen erfolgt am zweiten bis dritten postoperativen
Tag.
Die Zeit nach der Operation
Um eine optimale Form der Brust zu erhalten, werden wir Ihnen die
ersten sieben post-operativen Tage einen Tape-Verband anlegen.
Zusätzlich möchten wir Sie bitten, für mindestens sechs Wochen
ganztägig einen gut sitzenden BH zu tragen, der eine seitliche und
untere Abstützung der Brust gewährleistet.
Der Prozess der Wundheilung mit der Rückbildung der
operationsbedingten Schwellung benötigt ca. 10-14 Tage, das
definitive Ergebnis liegt jedoch erst nach Wochen bis Monaten vor.
Ab dem vierten Tag können Sie sich mit desinfizierenden
Seifenlösungen duschen, auf ein Vollbad sollte jedoch in den
ersten drei postoperativen Wochen verzichtet werden.
Nach ca. drei Wochen werden im Rahmen eines Verbandswechsels die
am Wundrand überstehenden Fäden gezogen.
Je nach Absprache mit dem Operateur sollten Sie sechs bis zwölf
Wochen auf intensive sportliche Tätigkeiten verzichten. Auch
später ist bei sportlichen Aktivitäten das Tragen eines straff
sitzenden BH’s empfehlenswert. Wir möchten Sie bitten, Ihren
behandelnden Frauenarzt über die Brustverkleinerung/
Bruststraffung zu unterrichten, damit er die späteren Ergebnisse
der Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen entsprechend werten kann.
Eingriffspezifische Risiken
Als spezielle Risiken gelten bei diesen Eingriffen Asymmetrien,
Infektionen und Heilungsstörungen, Narbenbildungen, Nachblutungen
mit Blutergüssen sowie vorübergehende Gefühlsstörungen im
Operationsgebiet. Sehr selten werden Gewebeuntergänge im Bereich
des Warzenvorhofes beobachtet, die sekundär korrigiert werden
können. Vorübergehend oder sehr selten dauerhaft kann es zu
Gefühlsstörungen umschriebener Bezirke des Warzenhofes bzw. der
Brustwarze kommen.
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