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Die verschieden Operationsmethoden
Die Altersveränderungen sind bei den unterschiedlichen Menschen
unterschiedlich stark ausgeprägt. Ebenso empfindet jeder Mensch
sein äußeres Erscheinungsbild anders. Das zu wählende Verfahren
der Gesichts- und/oder Halsstraffung richtet sich somit zum einen
nach der anatomischen Beschaffenheit und zum anderen nach den
Korrekturwünschen des Patienten.
Querfalten der Stirn bzw. Zornesfalten zwischen den Augenbrauen
werden von Hautschnitten im Bereich der behaarten Kopfhaut
(entweder offen (Schnitt von Ohr zu Ohr im behaarten Bereich) oder
endoskopisch (über fünf kleine Hautschnitte im behaarten Bereich))
korrigiert. Hierbei ist ebenso eine Anhebung der Augenbrauen
möglich. Viele dieser Falten lassen sich jedoch bereits durch das
Einspritzen einer bestimmten Substanz beheben.
Falten bzw. die Ausbildung von „Tränensäcken“ an den oberen und
unteren Augenlidern lassen sich durch Lidplastiken, bei welchen
sowohl die überschüssige Haut als auch das vermehrt angelegte bzw.
hervorgedrängte Fettgewebe entfernt wird, korrigieren.
Das Wangenlifting strafft nicht nur die Haut, sondern verlagert in
aller Regel die tiefer liegenden Strukturen, die dem
oberflächlichen muskel- und bindegewebshaltigen System (SMAS –
superfizielles muskulo-aponeurotisches System) zuzuordnen sind, in
regelrechte Position. Dies führt zu einem deutlich verbesserten
Ergebnis, ohne durch übermäßige Spannung ein maskenhaftes Gesicht
zu erzeugen.
Bei der Straffung des Halses wird, ggf. mit einem kleinen
zusätzlichen Schnitt unterhalb des Kinns, überschüssiges
Fettgewebe entfernt, bei Bedarf auseinandergewichene
Platysmaränder (Platysma – flächenhafter Muskel, der überwiegend
im Halsbereich anzutreffen ist) vereinigt und ein normaler
Unterkiefer-Halswinkel wiederhergestellt.
In einer operativen Sitzung können Straffungen unterschiedlicher
Gesichtspartien kombiniert bzw. durch alternative
Korrekturmaßnahmen wie das Abschleifen von Falten im Lippenbereich
oder Laserpeeling ergänzt werden.
Erfolgsaussichten
Bei entsprechender Indikation und der Anwendung des auf Sie
abgestimmten Operationsverfahrens erhält Ihr Gesicht ein
jugendlicheres, frisches Aussehen. Der natürliche Alterungsprozess
wird durch die Operation nicht aufgehoben. Ihr geschätztes Alter
verringert sich jedoch deutlich. Wie lange das Ergebnis
aufrechterhalten wird, ist hauptsächlich von der genetisch
bestimmten Struktur Ihrer Haut abhängig. Eine wesentliche Rolle
spielen hierbei jedoch auch die Lebenseinstellung, die
Lebensführung und die Hautpflege.
Auf Wunsch ist es nahezu immer möglich, diesen Eingriff nach
einigen Jahren bzw. Jahrzehnten zu wiederholen.
Der operative Eingriff
Der in schonender Allgemeinanästhesie durchgeführte Eingriff
dauert ca. vier Stunden. Hierbei wird nach der ausgiebigen
Desinfektion über den vorher mit Ihnen besprochenen
kleinstmöglichen Hautschnitt, welcher beim Stirnlifting in der
behaarten Kopfhaut und beim Wangen- und Halslifting vor und hinter
dem Ohr bzw. oberhalb und hinter dem Ohr in der behaarten Kopfhaut
verläuft, das entsprechende Hautfettgewebe und ggf. das SMAS
präpariert, in neuer Position fixiert und die überschüssige Haut
entfernt. Die für Sie zutreffende Schnittführung wird ausführlich
vor der Operation mit Ihnen gemeinsam besprochen.
Um die Ansammlung von Blut und Wundwasser im Wundbezirk zu
vermeiden, werden Silikonschläuche eingelegt, die das Sekret nach
außen befördern. Die Entfernung dieser Drainagen erfolgt am ersten
oder zweiten postoperativen Tag.
Nach erfolgter Operation erhalten Sie einen Gesichtsverband, der
ein bis zwei Tage getragen werden sollte.
Die Zeit nach dem Eingriff
Um eine übermäßige Schwellung im Operationsgebiet zu vermeiden ist
es vorteilhaft, die ersten Tage in leicht sitzender Position zu
liegen und zu schlafen. Zusätzlich erhalten Sie von uns kühlende
Verbände. Es hat sich bewährt, zwei Nächte unter stationären
Bedingungen zu verbringen, so dass Sie ohne Drainagen und Verband
die Klinik verlassen können.
Der Prozess der Wundheilung mit der Rückbildung der
operationsbedingten Schwellung und Hämatome benötigt ca. 3-10
Tage, das definitive Ergebnis liegt jedoch erst nach Wochen bis
Monaten vor. Ab dem vierten Tag können Sie sich mit
desinfizierenden Seifenlösungen duschen, auf ein Vollbad sollte
jedoch in den ersten drei postoperativen Wochen verzichtet werden.
Nach ca. zwei Wochen werden im Rahmen eines Verbandswechsels die
am Wundrand überstehenden Fäden entfernt.
Je nach Absprache mit dem Operateur sollten Sie sechs bis zwölf
Wochen auf intensive sportliche Tätigkeiten verzichten.
Insbesondere können frühzeitige Druckerhöhungen im Bereich des
Kopfes, die beim Bücken oder dem Tragen von schweren Gegenständen
auftreten, zum Zerreißen kleinerer Blutgefäße mit nachfolgender
Blutung führen. Ebenso sollten Saunabesuche innerhalb der ersten
zwei Monate vermieden werden.
Für einen komplikationslosen Verlauf ist ein Verzicht auf Alkohol
und Nikotin während der ersten vier Wochen nach dem Eingriff
notwendig.
Eingriffsspezifische Risiken
Als spezielle Risiken gelten bei diesen Eingriffen Infektionen und
Heilungsstörungen, Narbenbildungen, Nachblutungen mit
Blutergüssen, Asymmetrien sowie vorübergehende Gefühlsstörungen im
Wundbezirk. Insbesondere bei Rauchern findet sich ein erhöhtes
Risiko von Gewebeuntergängen. Da im Operationsgebiet Nervenäste
verlaufen, welche die mimischen Muskeln versorgen, besteht
prinzipiell die Gefahr der Nervenverletzung. Durch die exakten
Kenntnisse der Nervenverläufe und die subtile Präparation sind
Verletzungen jedoch sehr selten. Über all diese möglichen Risiken
werden Sie in unserem Erst- und Zweitgespräch ausführlich
aufgeklärt.
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