|
Wann ist eine Oberarmstraffung sinnvoll?
Finden sich bei Ihnen erschlaffte Hautbezirke mit Faltenbildungen
bzw. lokal vermehrte Fettablagerungen an der Innenseite und/oder
Unterseite der Oberarme, wie sie insbesondere nach einer
drastischen und erfolgreichen Gewichtsreduktion anzutreffen sind,
ist durchaus eine Korrekturoperation sinnvoll. In Einzelfällen
kann diese Straffungsoperation mit einer Fettabsaugung kombiniert
werden.
Bei erheblichem Übergewicht mit generalisierter Fettansammlung
sollte einem Korrektureingriff eine Gewichtsreduktion vorausgehen.
Je näher Ihr aktuelles Gewicht Ihrem Idealgewicht kommt, um so
besser werden die operativen Ergebnisse sein. Dies werden wir
jedoch gemeinsam in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen klären.
Erfolgsaussichten
Eine operative Entfernung des erschlafften und überschüssigen
Hautweichteilmantels im Bereich der Oberarme geht zwangsläufig mit
größeren Hautschnitten und somit nicht in jedem Fall mit minimalen
Narbenlängen einher. Diese Hautinzisionen werden jedoch so
platziert, dass sie sowohl an den Armen als auch an den Beinen zu
verbergen sind.
Der Erfolg ist in aller Regel dauerhaft. Entferntes Fettgewebe
kann sich nicht an gleicher Stelle neu bilden. Bei einer
Gewichtszunahme kommt es zu einer proportionalen Vermehrung des
Fettgewebes.
Der operative Eingriff
Der in schonender Allgemeinanästhesie durchgeführte Eingriff
dauert in Abhängigkeit der zu operierenden Regionen ca. zwei bis
vier Stunden. Hierbei wird nach der ausgiebigen Desinfektion das
überschüssige Haut- und Fettgewebe entfernt.
An der Innenseite der Oberarme entsteht im Anschluss eine Narbe,
die regelhaft von der Achselhöhle in Richtung auf die innere
Ellenbeuge verläuft.
Kleinere Fettdepots in der unmittelbaren Umgebung können
zusätzlich durch Fettabsaugung entfernt werden, um eine fließende
Kontur zu erreichen. Die anschließende Hautnaht führt zusätzlich
zu einer Straffung der benachbarten Hautbezirke.
Um die Ansammlung von Blut und Wundwasser im Wundbezirk zu
vermeiden, werden Silikonschläuche eingelegt, die das Sekret nach
außen befördern. Die Entfernung dieser Drainagen erfolgt am
zweiten bis dritten postoperativen Tag.
Um eine Entlastung der Wundränder zu erzielen, werden wir Ihnen
postoperativ einen Tape-Verband anlegen, der ca. eine Woche
belassen wird.
Die Zeit nach der Operation
Der Prozess der Wundheilung mit der Rückbildung der
operationsbedingten Schwellung und Hämatome benötigt ca. 10-14
Tage, das definitive Ergebnis liegt jedoch erst nach Wochen bis
Monaten vor.
Ab dem siebten Tag können Sie sich mit desinfizierenden
Seifenlösungen duschen, auf ein Vollbad sollte in den ersten vier
postoperativen Wochen verzichtet werden.
Nach ca. drei Wochen werden im Rahmen eines Verbandswechsels die
am Wundrand überstehenden Fäden gezogen.
Die Spannungsgefühle im Narbenbereich werden sich in den ersten
zwei bis drei Wochen zurückbilden. Je nach Absprache mit dem
Operateur sollten Sie sechs bis zwölf Wochen auf intensive
sportliche Tätigkeiten verzichten.
Wir empfehlen, die Wundheilung durch die regelmäßige Anwendung von
Hautlotionen bzw. -salben zu unterstützen.
Eingriffspezifische Risiken
Als spezielle Risiken gelten bei diesen Eingriffen Infektionen und
Heilungsstörungen, verbreiterte Narbenbildungen, Asymmetrien,
Nachblutungen sowie vorübergehende Gefühlsstörungen im
Operationsgebiet. Über all diese möglichen Risiken werden Sie
jedoch in unserem Erst- und Zweitgespräch ausführlich aufgeklärt.
|